Bio-Baumwolle: Mehr als nur ein modisches Statement

Man trocknet sich damit nach dem Duschen ab, man legt seinen Kopf dagegen, wenn man schlafen geht. Das Öl aus seinen Samen aromatisiert Ihre Lieblingssnacks und Sie tragen es wahrscheinlich gerade jetzt. Baumwolle ist eine der am meisten gehandelten und am höchsten subventionierten Nutzpflanzen der Welt. In den letzten 7.000 Jahren hat der Mensch seine Fasern zu Kleidung verarbeitet und das Öl aus seinen Samen für den Lebensunterhalt gepresst.

Im Vergleich zu künstlichen Materialien wie Acryl und Polyester scheint Baumwolle eine natürliche Alternative zu sein. Es ist sicherlich vielseitig; atmungsaktiv und kühl im Sommer, leicht schichtbar im Winter. Dennoch gibt es eine Schattenseite der Baumwolle, die den meisten Verbrauchern nicht bewusst ist: Baumwolle ist die am stärksten besprühte Kulturpflanze der Welt.

Auf den kommerziellen Baumwollanbau entfallen über 10 % der jährlich versprühten Pestizide und 22 % der Insektizide, obwohl Baumwolle auf etwas mehr als 2 % der weltweiten Ackerfläche angebaut wird. In den Vereinigten Staaten, wo Baumwolle stark angebaut wird, sind über 25 % der jährlich eingesetzten Pestizide auf die kommerzielle Produktion zurückzuführen.

Jedes Jahr werden stark besprühte Baumwollpflanzen in Kleidungsstücke und Bettwäsche eingewebt, die Verbraucher kaufen können. Um genug Baumwolle für ein einzelnes T-Shirt zu produzieren, wird etwa ein Drittel eines Pfunds Pestizide und Düngemittel benötigt. Mittlerweile werden Baumwollsamen zu Öl für verpackte Lebensmittel und Salatdressings gepresst. Milchkühe und Nutztiere werden mit einem großen Teil anorganisch gemahlener Baumwollsamen gefüttert, wodurch giftige Pestizide in unsere Ernährung gelangen, deren Verwendung in Nahrungspflanzen verboten ist. Die giftigen Rückstände aus der Baumwollproduktion verschmutzen Böden und töten wild lebende Tiere. Noch besorgniserregender ist jedoch, dass die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jedes Jahr 20.000 Baumwollarbeiter an den Folgen der Kontamination sterben.

Angesichts dieser Fakten ist es leicht zu erkennen, dass das Tragen von Bio-Baumwolle mehr als nur ein modisches Statement ist.

Was Sie tun können: Kaufen Sie Bio

Bio-Baumwolle wird mit nachhaltigen Anbaumethoden angebaut, die ohne schwere Chemikalien auskommen und die Bodenfruchtbarkeit erhalten. Landwirte sind auf Fruchtfolgen, saisonale und andere arbeitsintensive Techniken angewiesen, um ihre Pflanzen zu schützen und zu pflegen. Zertifizierte Bio-Baumwolle erstreckt sich über den Anbauprozess hinaus bis in die Endphase der Produktion. Ein Zertifizierungsprozess durch Dritte stellt sicher, dass Bio-Baumwolle frei von chemischen Behandlungen und schädlichen Farbstoffen ist, die bei herkömmlichen Baumwollherstellungsprozessen typisch sind.

Mai 27, 2010 — Admin Cottonique
Stichworte: organic cotton

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen