Für Menschen, die an Ekzemen leiden, kann Bewegung eher eine höllische als eine wohltuende Erfahrung sein. Die trockene Haut und der Juckreiz, den sie nach dem Training verspüren, zwingen diese Menschen dazu, den Versuch, fit zu werden, aufzugeben, weil sie das Gefühl haben, dass ihnen das mehr schadet als nützt.

Aber mit ein wenig Recherche und viel Vorbereitung werden die Menschen in der Lage sein, ihre Hautprobleme in den Griff zu bekommen. Und zu wissen, dass einige sogenannte Fakten über das Training bei Ekzemen falsch sind, könnte sie dazu veranlassen, mit dem Training fortzufahren.

Mythos Nr. 1 Sport ist schlecht für Ekzeme

Für Menschen mit Neurodermitis kann es schwierig sein, Sport zu treiben, da es bei ihnen sofort zu jucken beginnt, wenn sie auf das Laufband gehen. Auf ihrer Haut bilden sich rote Flecken, die manchmal jucken und sogar brennen können. Wenn sie nicht behandelt werden, können Blasen und sogar offene Wunden entstehen, die infiziert werden können. Aus diesem Grund scheuen viele Ekzempatienten den Sport, weil sie das Gefühl haben, dass er ihrem Ekzem schadet.

Wahrheit: Schweiß und Flüssigkeitsverlust sind die Auslöser von Ekzemen.

Aber die Wahrheit ist, dass es nicht die körperliche Betätigung selbst ist, die eine Hauterkrankung wie ein Ekzem verschlimmern kann. Es ist der Schweiß, den Sie produzieren, der einen Schub auslösen kann. Der Schweiß, der nach unten rinnt oder beim Sport durch die Poren fließt, verschlimmert Ihr Ekzem. Schweiß enthält Säure, die schädlich für die Haut einer Person sein kann, die an Ekzemen leidet, und einen Schub auslösen kann, weshalb es bei manchen Menschen während des Trainings zu starkem Juckreiz kommt. Außerdem haben Menschen mit Ekzemen bereits trockene Haut und wenn Sie Sport treiben, verlieren Sie mehr Flüssigkeit, was Ihre Haut noch weiter austrocknen und so Ihr Ekzem beeinträchtigen kann.

Die Lösung für dieses Problem besteht darin, Ihre Haut vor dem Training und nach dem Duschen am Ende des Trainings mit Feuchtigkeit zu versorgen. Bleiben Sie außerdem nicht zu lange unter der Dusche, wenn Sie den Schweiß vom Training abspülen möchten. Längeres Duschen oder Baden kann die Haut noch weiter austrocknen, insbesondere wenn das Wasser heiß ist, da es die natürlichen feuchtigkeitsspendenden Öle und Proteine ​​der Haut abspült. Versuchen Sie also, weniger als zehn Minuten zu duschen, anstatt eine Stunde in der Wanne zu bleiben, und beginnen Sie mit einer warmen Dusche, lassen Sie diese dann aber langsamer abkühlen, um Ihre Haut nicht zu reizen.

Mythos Nr. 2 Schwimmen kann Ekzeme verschlimmern

Viele Menschen mit Neurodermitis glauben, dass das Chlor in Schwimmbädern ihren Zustand verschlimmern kann und meiden deshalb ihre Runden im örtlichen Schwimmbad. Auch das ist unwahr, obwohl es ein Körnchen Wahrheit enthält. Das Chlor in einem Schwimmbad hat für verschiedene Menschen unterschiedliche Auswirkungen. Einige haben bestätigt, dass nach ein paar Runden im Pool ein Ekzem ausgelöst wurde und sie mehrere Stunden lang juckten. Andere sagen, dass ihnen das Chlor bei der Behandlung ihres Ekzems geholfen habe, da einige Bleichbäder Menschen mit Ekzemen tatsächlich helfen können.

Wahrheit: Ein zu langer Aufenthalt im Pool kann Ihren Zustand verschlimmern.

Um Ihre Ekzeme beim Schwimmen in den Griff zu bekommen, wäre es gut, wenn Sie nur ein paar Minuten schwimmen und nicht zu lange im Pool bleiben. Zehn Minuten Schwimmen können für Ihren täglichen Fitnessbedarf ausreichen, aber bleiben Sie nicht zu lange, da das Chlor Ihre Haut reizen und Ihr Ekzem auslösen könnte. Spülen Sie außerdem das Chlor ab, nachdem Sie mit dem Schwimmen fertig sind. Duschen Sie kurz, verwenden Sie warmes, nicht heißes Wasser, und drehen Sie den Wasserhahn schrittweise auf, sodass Sie gegen Ende der Dusche kaltes Wasser verwenden. Tragen Sie nach dem Duschen eine Feuchtigkeitscreme auf Ihre Haut auf, damit sie nicht austrocknet.

Mythos Nr. 3 Alle Übungen sind schädlich für Ekzeme

Da Ekzeme leicht durch anstrengende Aktivitäten ausgelöst werden können, neigen viele Menschen dazu, zu glauben, dass alle Übungen schlecht für sie sind.

Wahrheit: Ein weniger anstrengendes Trainingsprogramm ist für Menschen mit Ekzemen ratsamer.

Die meisten Experten raten Menschen mit Ekzemen, ein Fitnessprogramm zu wählen, das nicht zu anstrengend ist, da hochintensive Trainingseinheiten dazu führen, dass der Betroffene zu stark schwitzt, was einen Krankheitsschub auslösen kann. Leichte Trainingseinheiten wie Tai Chi, Pilates und Yoga können für Menschen mit Ekzemen gut sein, da sie nicht so intensiv sind und dennoch dazu beitragen können, das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur einer Person ohne allzu großen Stress zu verbessern.

Eine andere Möglichkeit, um zu verhindern, dass das Ekzem während des Trainings wieder aufflammt, besteht darin, den Körper während des Trainings kühl zu halten. Sie können in einem klimatisierten Raum trainieren, damit es ihnen nicht zu heiß wird, oder sie nutzen einen Ventilator, um ihren Körper abzukühlen. Auch wenn Sie beim Training alle Tipps zur Behandlung Ihres Ekzems befolgt haben, besteht immer noch die Möglichkeit, dass Sie Ihre Erkrankung auslösen. Hören Sie in diesem Fall nicht mit dem Training auf. Minimieren Sie stattdessen die Intensität Ihres Trainings, damit sich Ihr Zustand nicht verschlechtert.

Auch die Art der Kleidung, die Sie beim Training tragen, kann sich auf Ihren Zustand auswirken. Spandex und Latex sind nicht gut für Menschen mit Ekzemen. Halten Sie sich daher von diesen Materialien fern und verwenden Sie andere Arten von Kleidung. Versuchen Sie auch, lockere Kleidung zu tragen, damit diese beim Laufen oder Springen nicht scheuert.

Mit Ekzemen zu trainieren kann sehr mühsam sein, aber solange Sie die notwendigen Vorbereitungen getroffen haben, können Sie nach Herzenslust trainieren und in kürzester Zeit ein gesünderer Mensch sein.

Januar 06, 2019 — Admin Cottonique

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